Selbstgenähte Stoffwindeln oder gekaufte Einweg-Windeln?
Wenn der geliebte Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat, steht den frisch gebackenen Eltern ein völlig neuer und aufregender Lebensabschnitt bevor, der mit vielen Entscheidungen verbunden ist. Wer in Sachen Handarbeit ein wenig geschickt ist und gerne näht und strickt, wird nicht nur viele Babysachen mit Freude selbst anfertigen, sondern steht unter anderem auch vor der Frage, ob selbst genähte Stoffwindeln den Einweg-Windeln vorzuziehen sind.
Kostenersparnis – sind Stoffwindeln wirklich günstiger?
Eines der wichtigsten Argumente Pro-Stoffwindel ist nach Ansicht von deren Befürwortern noch immer die erhebliche Kostenersparnis. In der Tat kann davon ausgegangen werden, dass Stoffwindeln über die gesamte Wickelzeit hinweg preisgünstiger sind, als der Kauf von Windeln zur einmaligen Benutzung im Supermarkt. Doch Einwegwindeln müssen nicht zwangsläufig teuer sein. In Online-Shops wie diapers.com werden Einwegwindeln bis zu 30 Prozent unter dem herkömmlichen Ladenpreis angeboten. Wer Angebote wie dieses wahrnimmt, zahlt mitunter sogar noch weniger, als für die Herstellung und das Waschen genähter Stoffwindeln gezahlt werden muss. Das Kostenargument der Stoffwindel-Befürworter ist demnach nur bedingt haltbar.
Hautverträglichkeit – bieten Stoffwindeln einen höheren Tragekomfort?
Ob Stoffwindeln oder Einwegwindeln für die zarte Haut eines Babys verträglicher sind, ist wissenschaftlich bislang noch nicht nachgewiesen. Insofern entscheidet in Bezug auf den Tragekomfort und die Hautverträglichkeit die individuelle Vorliebe der Eltern und das Wohlbefinden ihres Sprösslings darüber, welche Art von Windeln sie bevorzugen. Einige Babys reagieren empfindlich auf Stoffwindeln, während bei anderen das genaue Gegenteil der Fall ist. Probieren Sie aus, in welcher Art von Windel sich Ihr kleiner Liebling am wohlsten fühlt.
Größerer Arbeitsaufwand mit Stoff
Einer der großen Nachteile von Stoffwindeln im Vergleich zu Einweg-Windeln besteht in dem erhöhten Arbeitsaufwand. Denn auch wenn Stoffwindeln heutzutage effektiver sind und Waschmaschinen und Trockner ebenfalls effizienter arbeiten, als noch vor einigen Jahren, machen Stoffwindeln vom Füllen der Waschmaschine über das Aufhängen der Wäschestücke bis hin zum Zusammenlegen der gewaschenen Windeln mehr Arbeit, als Einwegwindeln, die nach der Benutzung einfach weg geschmissen werden können.
Beim Wickeln selbst ist der Arbeitsaufwand bei Windeln aus Stoff ebenfalls höher. So muss der Stuhlgang des Nachwuchses getrennt entsorgt werden und neben der Windel eine zusätzliche Überhose angezogen werden. Je nach Wickelsystem kann das Anlegen und Schließen der Windel einen unterschiedlich langen Zeitraum in Anspruch nehmen. Dass viele Kinder sich gegen das Wickeln währen, ist für viele Eltern ein weiterer Grund, der für Einwegwindeln spricht. Mit Einwegwindeln dauert das Abnehmen der alten sowie das Anlegen der neuen Windel dank moderner Klettverschlüsse nur wenige Minuten.
Ob Einwegwindel oder Windeln aus Stoff – beide Windelarten können sowohl positive als auch negative Aspekte haben. Entscheidend sind letztendlich die Prioritäten der Eltern sowie die Vorlieben der geliebten Sprösslinge.